Endlich Startschuss für Wohngebiet in Worms-Rheindürkheim

EG Rheinhessen GmbH – Worms-Rheindürkheim – Gleisdreieck – Endlich Startschuss für Wohngebiet in Worms-Rheindürkheim
Wormser Zeitung, 14.03.2020, Foto: BK/Andreas Stumpf

Von Roland Keth

Momentan sind die entstehenden Wohnhäuser hinter dem Autohaus über die provisorische Baustraße erreichbar. Und in Zukunft?

RHEINDÜRKHEIM - Der Bauausschuss des Stadtrates hat bereits zugestimmt, jetzt zog auch der Ortsbeirat Rheindürkheim nach: Alle Fraktionen waren einverstanden, dass jetzt der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan zur Entwicklung des „Gleisdreiecks“, einer Ackerfläche entlang der B9 gegenüber des Netto-Zentrallagers, gefasst werden soll. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 8. April.

„Wir begrüßen es sehr, dass jetzt endlich der Startschuss fällt“, fasste Gunter Fischer (SPD) die Gemütslage aller Fraktionen in Worte. Denn die Forderung, hier ein Wohngebiet zu schaffen, steht schon seit vielen Jahren auf der Wunschliste der Rheindürkheimer.

Eingangs hatte Guido Frohnhäuser, zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus, ähnlich wie zuletzt im Bauausschuss die Eckpfeiler der geplanten Bebauung vorgestellt. Er versicherte, dass 25 Prozent Sozialwohnungen gebaut werden sollen und das Sportplatzgelände nicht, wie ursprünglich vorgeschlagen, nach Paragraf 34 Baugesetzbuch, sondern im Rahmen des Bebauungsplanes entwickelt wird. Um genau diesem Punkt noch einmal Nachdruck zu verleihen, fasste der Ortsbeirat auf Antrag der CDU den förmlichen Beschluss, dass genau so verfahren werden müsse.

Fischer bat Frohnhäuser zu prüfen, ob im Gleisdreieck außerdem seniorengerechtes Wohnen und die Ansiedlung eines Supermarktes ermöglicht werden könne. Als Ausgleich für den Wegfall der Schulsportwiese soll unbedingt eine kleinere Außensportfläche in Schulnähe geschaffen werden, die auch die Kita nutzen könne.

Auch CDU-Fraktionschef Klaus Harthausen gab dem Stadtplaner noch einige Anregungen mit auf den Nachhauseweg. Er regte an, das Gleisdreieck nicht über eine Ringstraße zu erschließen, sondern noch eine zweite Aus- und Zufahrt einzuplanen. Er forderte zusammen mit Oskar Ristau (FWG-Bürgerforum), dass bei dem entlang der B 9 angedachten Riegel mit Blocks für Sozialwohnungen allenfalls dreigeschossig mit zurückgesetztem Dach gebaut werde, auf keinen Fall aber mit vier Etagen oder mehr. Die Stadt solle außerdem darauf achten, dass die Bahn die alten Bahnübergänge auf deren Kosten entfernen lässt und regte an, das neue Wohngebiet nicht mit einer Grünfläche abzuschließen. „Denn sonst landet dort nur Dreck und Müll.“ Auch auf einen vernünftigen Anschluss an das jetzt schon stark belastete Kanalsystem müsse man achten.

Intensiv wurde auch über das Gelände der ehemaligen Bahnverladung im Ortsinneren entlang der Harpener Straße diskutiert. Dieses teilweise zugewachsene, teilweise geschotterte und mit alten Wohnwagen zugestellte Areal, das Gunter Fischer als „Schandfleck“ bezeichnete, ist nicht Teil des Bebauungsplangebietes, wird aber vom Besitzer, der Bahn, zusammen mit den Gleisanlagen im Gleisdreieck im „Doppelpack“ verkauft. „Der Grünzug soll erhalten bleiben, auf der verdichteten Fläche wünschen wir uns allerdings eine Bebauung“, sagte Fischer.

Dem stimmte Harthausen ausdrücklich zu. Einig war man sich auch, dass es dort unbedingt einen „Durchstich“ geben müsse, also einen Fuß- und Radweg vom alten Ortskern hinüber zur Donaustraße. „Schon jetzt ist dieser Weg stark frequentiert“, unterstrich auch Berthold Curdes (SPD) den Sinn dieser Forderung.

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