Sängerin trifft in Worms krebskranke Kinder: „Anastacia ist eine von uns“

Sängerin trifft in Worms krebskranke Kinder: „Anastacia ist eine von uns“
Wormser Zeitung vom 18.03.2017

Interview: Claudia Wößner, Redaktionsleitung Rheinhessen Süd

WORMS - Tim Brauer ist Initiator des Benefizkonzerts mit Anastacia und beteiligte sich an der Gage für die US-Sängerin. Der Rechtsanwalt und Wormatia-Vorsitzende erkrankte als Kind selbst an Krebs und wollte mit dem Konzert Geld für die Deutsche Kinderkrebsstiftung sammeln. Die WZ hat mit Brauer darüber gesprochen, wie er den Anastacia-Auftritt erlebt hat.

Herr Brauer, wie war der Donnerstagabend für Sie?

Ich empfand es als perfekten Abend, vom Wetter über das Konzert bis hin zum Teil mit den eingeladenen Betroffenen und deren Angehörigen. Es war zu sehen, dass die Kinder sich einen richtig schönen Abend machen konnten und das auch genossen haben. Auch das Zusammentreffen mit Anastacia war für alle, die dabei waren, einfach toll und für viele auch Motivation. Anastacia hat sich sehr viel Zeit genommen und hat selbst aus ihrer Geschichte erzählt. Damit war sie ganz nah dran an den Menschen.

Was war für Sie der schönste Moment? War es die Begegnung zwischen Anastacia und den Kindern?

Da gab es so viele schöne Momente an diesem Abend, so viele kleine Geschichten und so viele kleine Highlights, die mich bewegt haben. Allein die Versteigerung der Bilder vom Atelierblau und die Begegnung von Anastacia mit Mitgliedern des Atelierblau, das war so herzlich. Aber natürlich war dieses Miteinander zwischen Anastacia und den Kindern ein toller Moment.

Wie ist Anastacia denn angekommen bei den Krebs-Patienten? Sie hat sich für jeden Zeit genommen, um ein Foto zu machen. Das war der Wahnsinn. Sie hat auch Quatsch gemacht. Sie war eine wie viele. Man hat gemerkt, dass sie eine von uns ist, dass sie eine ist, die selbst einmal betroffen war. Jeder, der einmal betroffen war und einen anderen Betroffenen trifft, versteht ihn sofort. Da brauchst du gar nicht mehr darüber zu reden, wie du fühlst und wie du denkst. Da ist gleich ein anderes Verständnis da. Bei diesem Benefizkonzert ist es natürlich auch etwas Besonderes gewesen, dass mit Anastacia die Künstlerin selbst betroffen war. Gerade, wenn es um Kinder und Krebs geht, kann man das nicht mehr toppen.

Wie viel Geld ist bisher für die Deutsche Kinderkrebsstiftung zusammengekommen?

Allein bei der Versteigerung von Bildern und Objekten des Atelierblau sind am Donnerstag mehr als 20 000 Euro zusammengekommen. Hinzu kommen 10 000 Euro aus dem Kartenverkauf. Und das Spendenkonto müssen wir uns jetzt auch noch einmal anschauen. Wer will, kann noch weiterhin spenden. Das Konto ist noch offen.

Ist das Benefizkonzert auch mit diesem bisherigen Spendenergebnis so gelaufen, wie Sie es sich vorgestellt haben oder hat es Ihre Erwartungen übertroffen?

Es hat meine Erwartungen noch übertroffen, auch und gerade wegen der Aufmerksamkeit für die Sache Krebs bei Kindern und für die Deutsche Kinderkrebsstiftung. Anastacia hat mit ihrem Manager angekündigt, bei den weiteren Konzerten hier in Deutschland noch einmal Werbung für die Stiftung zu machen. Deshalb sind alle Ziele, die ich mir gesetzt hatte, Betroffenen einen schönen Abend und eine Motivation zu geben, Geld zu sammeln und auf die Sache nachhaltig aufmerksam zu machen, sehr gut erfüllt worden.

War das Konzert mit Anastacia eine einmalige Sache oder wird es weitere Benefizkonzerte mit anderen Künstlern geben?

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Man muss das Ganze sacken lassen, weil das natürlich auch ein Kraftakt war. Das könnte ich gar nicht jedes Jahr stemmen. Die Frage ist, ob du so etwas Perfektes noch einmal toppen kannst und noch einmal den gleichen Effekt erwirkst, wie du es bei einer einmaligen Aktion getan hast.

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