Wormser Valckenberg-Ensemble soll erhalten werden

TIMBRA Consulting GmbH – Wormser Valckenberg – Valkenberg-Ensemble soll erhalten werden
Wormser Zeitung, 29.06.2020, Archivfoto: BK/Ben Pakalski

Von Johannes Götzen, Redaktionsleiter Lokalredaktion Worms

Nach dem Verkauf des Valckenberg-Areals an den Wormser Investor Tim Brauer wächst der Druck, das gesamte Gebiet zu überplanen.

WORMS - Der Wormser Investor Tim Brauer hat das Valckenberg-Areal am Weckerlingplatz erworben. Das sorgte in der jüngsten Sitzung des Innenstadtausschusses auch für kritische Nachfragen. Vor allem Christian Engelke (Bündnis 90/Die Grünen) fragte provokant, ob denn Tim Brauer nun machen könne, was er wolle? Er fügte aber vor allem die Frage hinzu, wo denn der städtebauliche Rahmenplan bleibe. Zumal ja nun bereits Teile des Hochstiftes für ein Hospiz verkauft worden seien, womit also Fakten geschaffen sind.

Gemeint ist damit die Überplanung des Bereiches vom Valckenberg-Gelände bis hin zum Jüdischem Friedhof „Heiliger Sand“ inklusive Andreasquartier und Hochstift. Diese städtebauliche Planung soll mithilfe von Mitteln aus der Städtebauförderung des Landes erstellt werden, der Antrag dazu war Ende vergangenen Jahres fristgerecht beim Innenministerium in Mainz eingegangen.

Derzeit laufe die Abstimmung mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ADD und dem Innenministerium, gab OB Adolf Kessel in der Sitzung des Innenstadtausschusses die Stellungnahme der Bauverwaltung zum Stand der Dinge wieder. Uwe Gros (SPD) mahnte in der Diskussion dazu, den Investoren auch Vertrauen entgegenzubringen. Er betonte aber auch, dass „wir es nicht zulassen, dass das Ensemble zerstört wird.“ Barbara Wirth (CDU) merkte an, dass jeder das Gelände von der Familie Steifensand hätte kaufen können, es sei bekannt gewesen, dass es auf dem Markt ist. Zudem stehe einiges unter Denkmalschutz.

Tim Brauer selbst hatte gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass er sich eng anlehnen wolle an die bereits vorliegenden Planungen von Architekt Jürgen Hamm. Dieser hatte Ende des Jahres 2018 Pläne und Animationen für das annähernd 5000 Quadratmeter große Gelände vorgestellt und seinen Gestaltungsentwurf auch im Bauausschuss präsentiert. Dieser hatte die Ideen begrüßt. Erhalten bleiben soll die geschlossene Anlage mit dem markanten Innenhof und seinem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Eingangstor am Weckerlingplatz, also dort, wo sich bislang der Weinladen befand.

Brauer möchte das Gelände mittel- bis langfristig entwickeln, zu Weckerlingplatz und Andreasstift hin möglicherweise mit einer touristischen und kulturellen Nutzung, aber auch mit Büros und eventuell Wohnungen. Aktuell gehe es zunächst darum, mit der Denkmalpflege die Rahmenbedingungen abzuklären, so Brauer Anfang Juni im Gespräch mit dieser Zeitung. Nach 234 Jahren im Familienbesitz hat die Familie Steifensand jetzt endgültig den seit 2015 verfolgten Schritt vollzogen, das historische Areal am Weckerlingplatz mit der ehemaligen Weinabfüllung und dem Weinhandel P.J. Valckenberg zu veräußern. Grund für diesen Schritt war der Verkauf der Weinhandlung im Jahre 2015 an das bisherige Management und die damit verbundene Aufgabe der Lagerhaltung und des Verkaufes vor Ort.

 

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